Apartheid Museum

Wie ihr euch vielleicht schon gedacht habt, gab es unter der Woche nicht viel spannendes zu berichten.
Im Grunde genommen gar nichts, weshalb es auch bis heute keinen neuen Eintrag hier gab.

Hier aber trotzdem noch mal eine kurze Zusammenfassung der Woche:
Auf der Arbeit haben Marco und ich eine wirklich spannende und fordernde Aufgabe bekommen – Langeweile kommt nur selten auf! Das freut uns beide sehr, da so die Zeit auch gut vergeht. Wir haben auch endlich einen Computer auf der Arbeit bekommen, so dass wir nicht mehr Berge von Papier auf unserem Schreibtisch sortieren müssen.

Im Laufe der Woche mussten wir auch leider schon wieder Abschied von Alexandra nehmen. Es war sehr schön diese nette Bekanntschaft zu machen und sicherlich wird man sich bei Benteler irgendwann nochmal über den Weg laufen.

Ansonsten ist alles unverändert, die Abendplanung gestaltet sich immer noch schwierig, da es schnell dunkel wird und man dann auf der Hut vor Autoklau, so genannten „Smash& Grab“-Überfällen (die Autoscheibe  wird eingeschlagen und wertvolles aus dem Auto gerissen) und natürlich normalen Diebstahl/ Raubüberfall sein sollte.

Aber jetzt ist ja wieder Wochenende, also gibt es vielleicht wieder etwas mehr  zu berichten. Leider spielt das Wetter nicht so ganz mit, es ist ar***kalt (besonders nachts) und die meisten Aktivitäten rund um Johannesburg befinden sich leider außerhalb und da wir letzte Woche ja schon die ganze Zeit auf Achse waren, haben wir uns entschlossen dieses Wochenende etwas ruhiger anzugehen.

Für heute hatten wir uns aber trotzdem etwas überlegt. Da es ja wie gesagt ziemlich kalt ist, wollten wir gerne eine der Indoor-Aktivitäten heute erledigen: das Apartheid Museum.

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Meiner Meinung nach ein absolutes Muss für Südafrika bzw. Johannesburg-Besucher, da es sehr anschaulich und eindeutig die nähere Vergangenheit dieses Landes beleuchtet.
Natürlich hatte ich auch vor meiner Südafrika-Reise bereits etwas von der Apartheid gehört und konnte mir grob etwas darunter vorstellen. Zur Reisevorbereitung habe ich dann auch noch ein bisschen was gelesen, aber das Ausmaß wurde mir bis heute nicht bewusst.

Bereits der Eingang des Museums ist irgendwie beeindruckend und bedrückend zugleich. Über die Eintrittskarten wird man in „whites“ und „non-whites“ eingeteilt und nutzt dann separate Eingänge.

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Nur waren eben zur Zeit der Apartheid nicht nur Eingänge entsprechend unterteilt, sondern das komplette öffentliche Leben. Parkbänke, Bushaltestellen, Taxis, Strände, öffentliche Einrichtungen und noch vieles mehr – alles war jeweils nur für eine „Rasse“ zugänglich.
Mein Los fiel dabei übrigens auf die Seite der „non-whites“.

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Leider durfte man im Museum selbst dann keine Fotos mehr schießen, obwohl sich das durchaus gelohnt hätte. Sehr anschaulich, mit vielen originalen Videoaufnahmen, Fotos und erklärenden Texten, wurde die Zerstrittenheit des Landes in den letzten 100+ Jahren erläutert die schließlich zur Apartheid führte und dann auf einem langen und zähen Weg wieder zur Versöhnung der „Rassen“ führte.

Zusammengefasst ein wirklich sehenswertes Museum, auch wenn unser Plan der Indoor-Aktivität nicht ganz aufging, da einige Teile des Museums im Freien sind und auch der restliche Teil relativ kalt war, so dass wir durchgefroren nach Hause fuhren und jegliche Aktivität für den Nachmittag absagten.

Kategorien: Südafrika allgemein | Schlagwörter: | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Apartheid Museum

  1. Gunther

    Ja, die Männer deKlerk und Mandela haben schon Großes geleistet. Schön, wieder etwas von dir lesen zu können. Und es freut mich, dass Benteler euch diese Erfahrungen und das Lernen – über den betrieblichen Bereich hinaus, ermöglicht. Ich freue mich über deine Berichte. Danke. Übrigens: bei uns ist zur Zeit jeder Arsch wärmer als das Wetter. Und blauen Himmel kenne wir nur vom Hörensagen …

  2. Klingt höchst spannend! Schön, dass ihr trotz Wintereinbruch noch etwas erleben konntet! Zeig uns doch mal euer Grundstück oder so… gibt es spezielle Wasserhähne oder Klospülungen? Irgendwelche Kleinigkeiten halt…Liebe Grüße aus Göttingen!

  3. Brotbaum

    Die Sache mit den beiden Türen wird auch immer gern mal als Experiment in Deutschland oder Amerika eingesetzt, mit dem Resultat, dass die Leute problemlos mitspielen. Beängstigend…
    Was kostet eigentlich eine Südafrika-Reise? Ist sowas hier eher preiswert? Würd ja schon gern mal meinen Fuss auf den Kontinent gesetzt haben…

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