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Urlaubs-Trip Tag 7: Robben Island, Two Oceans Aquarium und Signal Hill

Unser erster voller Tag in Kapstadt fing bereits gut an, denn anstatt einem britischen Frühstück gab es heute ein Frühstücksbuffet ganz ohne Ei, Bacon und Wurst sondern mit Brötchen, Käse (sogar Camembert), Wurst und weiteren Aufstrichen. Für Marco gab es sogar endlich mal wieder vernünftigen Kaffee aus einem Kaffee-Vollautomaten und nicht diese „Pulver-Brühe“ die einem sonst hier oft angeboten wird.

Nach dem ausgiebigen Frühstück haben wir uns dann auf den Weg zur Waterfront gemacht wo sich auch der Abfahrtsteg zu den Touren nach „Robben Island“ befindet – unser Plan für den heutigen Tag.
Glücklicherweise war der Morgen nur leicht bewölkt, sodass die Fähren planmäßig fuhren und es für uns hieß: “ Gehe ins Gefänis und gehe dabei nicht über Los!“

Kurz zur Geschichte von „Robben Island“: die Insel wurde bereits relativ früh als Möglichkeit der Isolation genutzt, so war es eine ganze Weile eine Kollonie für Lepra-Kranke und wurde erst 1962 zum Gefängnis für politische Gefangene. Auf den ausgestellten Bildern wurde einmal wieder die Abartigkeit der Apartheid-Regierung deutlich – nicht nur, dass es dieses Gefängnis überhaupt gab, sondern auch die Art der Behandlung. So wurden z.B. bei der Überfahrt nach Robben Island immer möglichst ein großer und ein kleiner Gefangener zusammengekettet um ihnen das Gehen zu erschweren.

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Vom Hafen aus wurden wir zuerst mit einigen Bussen über die Insel gefahren, dabei wurden die verschiedenen Einrichtungen und die insgesamt vier einzelnen Gefängnisse auf der Insel erläutert. Dabei wurden die „wirklichen“ Kriminellen wie Räuber, Mörder und Vergewaltiger in das Gefängniss der mittleren Sicherheitsstufe gesteckt und die Führer der politischen Gegenbewegung (wie z.B. Nelson Mandela) wurden in einem Hochsicherheitsgefängnis eingesperrt.
Dieses haben wir dann nach der relativ amüsant geführten Bustour besichtigt.
Der Tourguide bei diesem zweiten Teil der Besichtigung war übrigens selbst einst politischer Gefangener auf Robben Island, da er mit 18 ein Büro der Regierung , aus Protest gegen die erhöhten Mietpreise für aufgezwungene Wohnungen, angezündet hat.
Die Besichtigung des Gefängnisses war meiner Meinung nach eher mittelmäßig, ganz klar ein Pflichtbesuch wenn man in Kapstadt ist, vor allem da es zusammenfassend durchaus interessant war, das Gefängnis selbst hat aber eher weniger zu bieten, abgesehen von ein paar kargen Zellen die versuchen einem ein wenig das Leben im Gefängnis deutlich zu machen.

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Nelson Mandelas Zelle konnte man natürlich auch besichtigen:

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Auf dem Weg zurück hatte sich das Wetter glücklicherweise noch mehr gebessert, so dass sogar ein paar schöne Bilder von Kapstadt entstanden sind

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Auch ein Erlebnis das man nicht alle Tage hat:

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Die Bohrinsel lag wohl knappe 2 Monate im Hafen und wurde dann heute auf die Reise an ihren Bestimmungsort geschickt, wohin es geht konnten wir aber leider nicht klären – ich hoffe nur, dass die südafrikanischen Arbeiter und Ingenieure keinen Mist gebaut haben und eine nächste Ölkatastrophe auslösen.

Da der Tag noch relativ jung war, haben wir uns nach unser erneuten Ankunft auf dem Festland in das in direkter Nachbarschaft gelegene „Two Oceans Aquarium“ begeben. Laut Reiseführer soll es eins der besten Aquarien weltweit sein und es kann sich durchaus sehen lassen. Eine große Artenvielfalt in schön aufbereiteten Aquarien und ein wirklich tolles Aquarium mit mehreren Haien, verschiedenen anderen Fischen, Rochen und einer Schildkröte.
Wie das aber immer so ist mit dicken Glasscheiben und Fotografien… die meisten werden nichts, weshalb es auch keine wirklich schönen Bilder zum präsentieren gibt.

Zum Abschluss des Tages hat uns das Kapstädter Wetter noch einmal vollkommen zufrieden gestellt. Es wurde richtig schön, so dass wir auf den „Signal Hill“ gefahren sind und von dort aus einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und den Tafelberg genossen haben.
Wahrscheinlich sogar noch ein besserer Ausblick als vom Tafelberg selbst, da man so den Tafelberg auch immer noch mit im Blickfeld hat. Außerdem ist dort auch mal wieder ein super 360°-Panorama entstanden: http://360.io/nMF4hY

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Wieder mal ein sehr schöner Tag im Urlaub und ein weiterer Tag hin zum Ende… manche Sachen werde ich vermissen, aber auch viele Verrückheiten und Sinnlosigkeiten denen ich keine Träne hinterher weinen werde. Aber morgen geht es erstmal weiter hier in Kapstadt – stay tuned!

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Urlaubs-Trip Tag 6: Hermanus, Stony Point und Kapstadt

Heute war ein harter Tag für Marco, denn er musste im Urlaub bereits kurz nach 7 aufstehen, da wir bereits um 8.30 Uhr für unsere Walbeobachtungs-Boottour am Hafen sein mussten.
Bevor wir uns aber aufmachten gab es natürlich wieder ein Frühstück, ausnahmsweise aber mal kein typisch britisches, sondern ein sehr leckeres, offenes Omelette auf Toast.

Am Hafen wurden wir dann erstmal kurz „gebrieft“: der Ablauf der Tour wurde besprochen und uns wurde etwas Wissen über die „Southern Right Whales“ vermittelt (die übrigens „Right“ heißen, weil es früher die „richtigen“ Wale zum jagen waren) und dann ging es auch direkt aufs Wasser.
Natürlich (!) wurden wir wieder mal von einem Regenschauer überrascht, der aber glücklicherweise aufhörte als wir uns den ersten Walen näherten, die entstandenen Fotos, zumindest einen Auszug, könnt ihr dafür jetzt hier ohne Wind und Regen bewundern:

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Da sich das Wetter passenderweise zum Ende unserer Tour wieder verschlechterte entschieden wir uns dafür Hermanus zu verlassen und uns über den etwas längeren Weg über die „Whale Coast Route“ in Richtung Kapstadt zu bewegen – eine gute Entscheidung. Zum einen war die Strecke teilweise einfach nur traumhaft und direkt am Atlantik gelegen und auf der Strecke lag auch noch der „Stony Point“.
Am „Stony Point“ gibt es eine Pinguin-Kolonie mit +-4000 Pinguinen – auf jedenfall einen Besuch wert und sehr lustig die teilweise serh tollpatschigen Tiere zu beobachten.

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Nachdem wir den Frackträgern lang genug zugeschaut haben ging es für uns weiter nach Kapstadt, dort angekommen bezogen wir zuerst unsere Unterkunft und wollten dann die Gunst der Stunde nutzen und den kurzzeitig nicht verhüllte Tafelberg „besteigen“ (mit einer Seilbahn hochfahren hört sich nicht so spektakulär an). Von unten sah der Ausblick auf Kapstadt noch so aus:

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Als wir dann unsere Fahrt nach oben begannen sah es dann so aus:

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Und oben angekommen sah es dann (zu den besten Zeiten) schlussendlich so aus:

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Aber immerhin können wir sagen (und beweisen), dass wir auf dem Tafelberg waren und da der Wetterbericht für die nächsten Tage auch nicht so super aussieht, wollten wir das bei der ersten guten Gelegenheit tun um dann nicht am Ende ganz ohne diese Erfahrung da zu stehen.
Auf dem Weg nach unten öffnete der Himmel dann auch seine Schleusen und es begann zu regnen wie verrückt, glücklicherweise konnten wir uns schnell in unser trockenes Auto retten und uns in einem netten Restaurant wieder aufwärmen.
Morgen geht es dann, je nach Wetter, weiter und dann ist in wenigen Tagen der ganze Spuk auch schon wieder vorbei und wir treten die Rückreise nach Deutschland an…

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