Beiträge mit dem Schlagwort: Kruger Nationalpark

Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 4 (der Letzte)

Aufgrund anhaltender Internetprobleme gibt es diesen Artikel mit etwas Verspätung – aber besser spät als nie 😉

Viel zu schnell waren die letzten Tage des langen Wochenendes vergangen, aber zum Glück hatten wir ja noch einen letzten Tag für den noch ein bisschen Sight-Seeing geplant haben.
Als erstes wollten wir uns den „Blyde River Canyon“ bzw. genauer den Aussichtspunkt „Three Rondavels“ ansehen. Da das Straßennetz um Graskop sehr übersichtlich ist und wir ein Navi mithatten dachten wir uns, dass es kein Problem sein sollte den Weg dorthin zu finden, selbst als dann noch ein Teil unserer eigentlich angedachten Strecke für ein Fahrradrennen gesperrt war.
Aber schon als das Navi auf der Alternativroute plötzlich 75km, anstatt der von uns vorher berechneten 35km anzeigte waren wir etwas verwundert, den Grund suchten wir dann natürlich in der Umgehung des Fahrradrennens und des nicht so dichten Straßennetzes.
Erst als wir dann einige Zeit später auf diese Straße kamen wurde uns das ganze zu suspekt:

image

Auf dem Bild kann man es wahrscheinlich nicht so gut erkennen, aber die Straße befand sich in einem miserablen Zustand – riesige Schlaglöcher, abgebrochene Kanten und Krater an den Straßenrändern. Als diese dann auch noch zu einer komplett ungeteerten Straße wurde entschlossen wir uns doch lieber wieder umzudrehen – für ein Touristenziel konnte diese Straße einfach nicht passen.

Also sind wir etwas übel gelaunt die komplette Strecke wieder zurück gefahren, so übel gelaunt, dass ich mich von einer Klippe stürzen wollte!
Na gut, ehrlich gesagt hatte ich den Plan schon viel früher, da ich mich nicht einfach so von einer Klippe stürzen wollte, sondern gut gesichert durch Seile die „Big Swing“ erleben wollte.
Die „Big Swing“ ist eine Art Riesenschaukel in einer kleinen Schlucht direkt bei Graskop. Sie werben mit dem Slogan „Conquer your fear“ und ein bisschen Mut gehört wohl schon dazu. Im Gegensatz zu einem normalen Bungee-Jump lässt man sich hier rückwärts von der Sprungplattform fallen, muss dafür dann aber auch nicht kopfüber springen.

image

image

Also wurde ich gut mit den Seilen gesichert, durfte noch kurz vorher eine Art „Seilbahn“ über die Schlucht fahren, mir wurde alles nochmals genau erklärt und dann ging es auch schon los. Vom Sprung gibt es sogar ein kleines Video das Marco zusammengeschnibbelt hat und das ich später auch noch nachreichen werde – bis dahin gibt es hier nur einen kleinen Vorgeschmack.

image

image

Der Sprung war einfach nur geil – natürlich hat man schon ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn man sich rückwärts an die Kante der Plattform stellen muss, aber spätestens nach dem Absprung hat das Adrenalin das alles weggespült! Ich würde es auf jedenfall wieder tun!
Auch der Weg zurück nach oben aus der Schlucht war etwas abenteuerlich – die Treppen waren nicht unbedingt immer vertrauenserweckend, schräg, wackelnd und fehlende Stufen, aber wer so einen Sprung geschafft hat, schafft das auch noch!

image

Oben angekommen durfte ich mir dann noch ein Zertifikat abholen, dass beweist, dass ich es geschafft habe „meine Angst zu überwinden“.

image

Zur „Feier“ des Tages stellte mir der Mann der mir das Zertifikat überreichte dann noch einen Kurzen hin, da darf man in so einer Situation natürlich nicht nein sagen – etwas seltsam schmeckte er aber doch, dann kam auch schon die aufklärende Frage „You like chilis, right?“ und der Blick auf die unterm Tresen hervorgeholte Flasche:

image

Ja, der Chili-Vodka hatte durchaus einen ordentlichen Nachbrenner… ich glaub da hab ich noch ’ne halbe Stunde später von geschwitzt!

Anschließend haben wir uns noch zu „Harrie’s Pancakes“ begeben. Der Laden taucht in so gut wie jedem Reiseführer auf und lockt wahre Touristenströme aus allen Richtungen an – den mussten wir also auch testen.
Für mich gab es einen Pancake mit Banane, Zimt und Zucker, Eis und Karamellsoße und der hat wirklich sehr gut geschmeckt.
So gut, dass ich fast vergessen hätte ein Foto zu schießen!

image

Danach war der Tag dann auch schon so gut gelaufen – wir hatten ja noch einiges an Strecke vor uns.
Und bis auf das etwas stürmische Wetter, viele Drängler auf der Autobahn und die immer weiter fallenden Temperaturen in Richtung Johannesburg gibt es über die Rückfahrt auch nichts zu berichten. So sollte ein schönes Wochenende doch enden – ohne große Vorkommnisse.

Kategorien: Südafrika Nationalparks | Schlagwörter: , , | Ein Kommentar

Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 3

Da wir vor allem für den Kruger Nationalpark am Wochenende unterwegs waren sind wir natürlich auch am Samstag in eben jenen gefahren.
Sind wir am Freitag noch durch das Phabeni-Gate in den Park gelangt, wollten wir heute unser Glück am etwas südlicher gelegenen Numbi-Gate versuchen.
Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch eine kleine Stadt in der scheinbar irgend etwas gefeiert wurde, solch beladenen Autos waren allgegenwärtig:

image

Zum Mitfeiern hatten wir aber keine Zeit, immerhin warteten die wilden Tiere auf uns! Am Gate hingegen wartete schon eine beachtliche Auto-Schlange auf uns, das verzögerte unsere Einfahrt in den Kruger um mindestens eine Stunde.
Interessanterweise wurde das Numbi-Gate letztes Jahr zum besten Gate im Kruger gewählt – wie die das geschafft haben blieb uns schleierhaft, immerhin mussten wir am Phabeni keine Viertelstunde warten, da dort alles absolut reibungslos und schnell klappte. Schlussendlich sind wir dann aber doch noch reingekommen und froh wieder auf die „Jagd“ zu gehen.

Aber leider ging es erstmal so weiter wie am Gate – es passierte eine ganze Weile nichts, bis wir dann endlich eine Giraffe fanden, die sich natürlich geschickt versteckte.

image

Aber irgendwann wurde es dann auch wieder ein bisschen spannender – zwar nicht unbedingt tierischer Natur, aber trotzdem gut.
Wie zum Beispiel dieses offensichtlich notgelandete Flugzeug, dass unter vollem Körpereinsatz auf einen Trailer befördert wurde.

image

Oder auch die zwei bewaffneten Ranger die uns zu Fuß entgegenkamen und anscheinend die Tiere vor Wilderern beschützen sollten, aber Marco am Steuer erstmal einen Schrecken einjagten – von denen gibt es aber leider kein Bild.

Irgendwann hatten wir dann aber auch wieder einige Begegnungen der tierischen Art, auch wenn das am Samstag weitaus seltener passierte als noch am Tag zuvor. Trotzdem sind auch hier wieder ein paar nette Erinnerungen und Bilder entstanden, die ich diesmal aber nur minimalst kommentiere:
image

image

image

image

image

image

Highlight des Tages war dann dieser Elefant der augenscheinlich nicht ganz so erfreut war uns zu sehen, wie wir waren ihn zu sehen. Kurzerhand nahm er dann die Verfolgung unseres Autos auf – der Rückwärtsgang rettete uns aber auch aus dieser Situation und der Elefant entschied sich lieber dafür am Wegesrand ein paar Blätter zu fressen.

image

image

Auch wenn wir wieder keinen Löwen zu Gesicht bekommen haben war es ein toller Tag – das Wetter spielte sogar so gut mit, dass ich mir einen leichten Sonnenbrand einhandelte.
Den Abend ließen wir in gewohnter Weise im Restaurant ausklingen, planten bei Hamburger und echtem „Cord’on Bleu“ den nächsten Tag und ließen den vergangenen Tag Revue passieren.
Und dann wartete auch schon wieder das Bett auf uns – wenn man so viel erlebt vergehen die Tage wirklich wie im Flug, die Hälfte unserer 3 Monate ist nun schon so gut wie um.

Kategorien: Südafrika Nationalparks | Schlagwörter: , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 2

Für den zweiten Tag hatte wir uns nur eins vorgenommen: in den Kruger Nationalpark fahren, den Tag genießen und möglichst viele Tiere sehen. Und genau das haben wir auch gemacht.
Der Krüger ist mit fast 20.000 km² der größte Nationalpark Afrikas und hat damit fast die Ausmaße von Wales! Entsprechend konnten wir nur einen sehr geringen Teil des gesamten Areals besuchen, aber trotzdem haben wir die verschiedensten Landschafts-Typen und Tiere gesehen – es war einfach großartig und ich rate wirklich jedem der die Chance hat den Kruger zu sehen es auch zu tun!
Zum Glück hatten wir auch riesiges Glück mit dem Wetter, während im restlichen Land das Wetter eher schlecht war hatten wir den ganzen Tag über strahlenden Sonnenschein und weit über 20°C.
Ganz so viel Glück hatten wir mit den Löwen leider nicht, davon haben wir leider keinen gesehen, bzw. nur ein kleines Rudel weit ab von der Straße, sodass man nicht wirklich unterscheiden konnte ob es sich wirklich um Löwen handelte. Als kleine Entschädigung hatten wir dafür aber viel Glück mit Elefanten – so viel, dass sogar einer nur wenige Meter vor unserem Auto die Straße überquerte.

image

image

Auch der Rest der Herde hatte sich nicht weit entfernt an einem kleinen Wasserloch zusammengefunden – die machen schon interessante Schlürf-Geräusche beim Trinken.

image

Aber natürlich haben wir nicht nur Elefanten gesehen, sondern auch Rhinos waren am Wegesrand zu finden.

image

Und Affen (gleich zwei Arten):

image

image

Und für den krassen Reim auch noch Giraffen:

image

Lustige Vögel:

image

image

Und noch viele andere tolle Tiere! Aber natürlich geht auch der schönste Tag einmal zu Ende und so haben wir uns am Abend wieder im Restaurant der Summit Lodge eingefunden. Und da wir beide großen Hunger hatten nach diesem tollen Tag gab es für uns beide die „Mansize Spare Ribs“

image

Aus denen wir dann aber schnellstmöglich „Mansize Knochenhaufen“ gemacht haben!

image

Und schon wieder war ein schöner Tag zu Ende… aber noch haben wir ja ein paar Tage vor uns.

Kategorien: Südafrika Nationalparks | Schlagwörter: , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 1

Am Donnerstag war in Südafrika „Nationaler Frauentag“ an dem der Frauen-Protestbewegung während der Apartheidt gedacht wird – für uns die perfekte Gelegenheit ein verlängertes Wochenende einzuschieben und einen Trip zum Kruger Nationalpark zu unternehmen.

Natürlich wollten wir keine Zeit verschwenden, also hieß es früh morgens aus dem Bett gefallen, kurz über das von unserer „Gastmutter“, die das lange Wochenende auch für einen Camping-Trip nutzte, vorbereitete Frühstück hergefallen und dann auf den Fahrersitz geschwungen und die ca. 400km lange Fahrt in Angriff genommen.

Unser erstes Ziel war die Summit Lodge in Graskop, einem kleinen Ort direkt an der Panorame Route. Von dort ist sowohl das Blyde River Canyon Naturreservat mit seinen Sehenswürdigkeiten als auch der Kruger Nationalpark sehr gut zu erreichen und eine weitere Besonderheit hat das kleine Örtchen auch noch zu bieten, dazu aber mehr im Teil 4.
Die Panorama Route macht ihrem Namen alle Ehre, der Ausblick der sich aus der Seitenscheibe bot war teilweise einfach atemberaubend und ist in Fotos kaum festzuhalten – versucht haben wir es natürlich trotzdem:

image

In Graskop angekommen haben wollten wir nur schnell in unsere Unterkunft einchecken und dann direkt weiter zum Sight-Seeing.
Gebucht hatten wir übrigens ein so genannten Rondavel – eine Nachbildung der traditionellen, runden Hütten der Einheimischen und bis auf die sehr spärliche Ausstattung (keine Heizung) und das grausige Bad ist das auch eine nette Idee. Für die drei Nächte war es trotzdem in Ordnung.

image

Da wir für den Kruger Nationalpark zwei ganze Tage eingeplant haben stand für diesen ersten, angebrochenen Tag die nähere Umgebung mit ihren natürlichen Attraktionen auf dem Plan. Also fuhren wir einen Teil unserer Strecke zurück um zu den „Mac-Mac Falls“ zu gelangen.
Dort angekommen ging es zu Fuß weiter vom Parkplatz zu einer Aussichtsplattform von der ich zum ersten Mal in meinem Leben einen so hohen Wasserfall sah.
Leider war das Erlebnis etwas durch den etwa 2 Meter hohen Zaun getrübt – eine Kompaktkamera passt aber glücklicherweise durch so einen Zaun durch, weshalb ihr heute das ganze ohne Zaun und in Farbe genießen dürft.

image

So imposant so ein Wasserfall auch ist, einen ganzen Tag beschäftigt er einen nicht, also ging es geradewegs weiter – unser nächstes Ziel: „The Pinnacle“.
„The Pinnacle“ ist eine freistehende Granitsäule am Rande des Übergangs vom Highveld zum Lowveld, wo sich durch Plattenbewegungen das Land innerhalb weniger Meter um bis zu 700m absenkt.
Hier hat Marco übrigens auch dieses überaus coole 360°-Panoramabild gemacht: Panorama-Bild
Aber natürlich gibt es auch ganz „normale“ Fotos:

image

Auch hier gilt wieder: imposant, aber weder zeitfüllend noch viel drüber zu berichten, also schnell weiter zum nur wenige Kilometer entfernten „God’s Window“.
Von hieraus hat man ebenfalls einen Ausblick auf das Lowveld, bei gutem Wetter wirklich über den Horizont hinaus.
Wird in vielen Reiseführern „God’s Window“ als Must-See angepriesen möchte ich dem widersprechen und lieber zum „Pinnacle“ raten, da es meiner Meinung nach den interessanteren Ausblick bietet, aber durch die Nähe zueinander sollte man sich am besten beides angucken.

image

Ebenfalls in Reichweite lagen die „Lisbon Falls“ – unsere zweiten Wasserfälle an dem Tag, aber auf keinen Fall die Zweitplatzierten! Schon das Fehlen eines hohen Zauns machte diese Wasserfälle um einiges interessanter, aber auch die Umgebung machte etwas mehr her als bei den „Mac-Mac Falls“.
Der ideale Standort also um selbst mal wieder mit aufs Bild zu huschen:

image

image

Aber auch damit war der Tag noch nicht erschlagen, eine Sache, die „Bourke’s Luck Potholes“ standen noch auf unserer Tagesliste, also nochmal ins Auto geschwungen und die letzten Kilometer (bis auf die Strecke zurück zur Lodge) für diesen Tag heruntergerissen.
Die „Bourke’s Luck Potholes“ sind eigentlich nur ein paar Löcher in einem Canyon die durch Auswaschung und sich in Strudeln bewegende Steine entstanden sind. Benannt sind sie übrigens nach dem Goldsucher Tom Bourke, der in diesem Canyon geringe Mengen Gold gefunden hat und daraufhin das Land gekauft hat, später stellte sich allerdings raus, dass die Goldader selbst ein Stück flussaufwärts lag und damit leider außerhalb seines Claims.
Auch wenn er also kein Gold gefunden hat, die Potholes sind trotzdem einen Blick wert, da sie sehr interessant und unnatürlich aussehen.

image

Anschließend machten wir uns auf den Weg zu unserer Lodge, wo wir uns noch schnell im Restaurant den Magen vollschlugen und dann auch irgendwann ins Bett gingen.
Für mich gab es übrigens eine Art „Cord’on Bleu“ nur zur Abwechslung nicht mit Käse und Schinken gefüllt, sondern mit Muscheln und Feta-Käse.

image

Durchaus eine interessante Mischung und das was die Lodge mit unserem Rondavel „versaut“ hat, hat sie zumindest mit dem Essen wieder etwas rausgeholt – wäre da nicht der typisch südafrikanische, schlechte Service – aber auch das ist ein Thema für einen meiner nächsten Blog-Einträge.

Kategorien: Südafrika Nationalparks | Schlagwörter: , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.