Abschieds-Braai mit (einem Teil) unserer Abteilung

Schon vor einiger Zeit hat unser Abteilungsleiter Heinrich uns zu einem Abschieds-Braai (afrikanisches Grillen) zu sich nach Hause eingeladen.
Natürlich haben wir sofort zugesagt, da einem ein afrikanisches Braai immer ans Herz gelegt wird und wir haben es im Nachhinein auch keinen Moment lang bereut.

Gestern war es dann soweit – trotz der nicht ganz perfekten Wettervorhersage machten wir uns nach der Arbeit mit Matome und Lekoa auf den Weg um noch ein paar Getränke zu besorgen. Diese Chance wollten sie nutzen und uns eine „Location“ – ein altes Township – zeigen. Also ist Marco bei Lekoa ins Auto gesprungen und Matome zu mir ins Auto und im Konvoi sind wir dann zu einem „Liquor Store“ gefahren.
Schon nach wenigen Momenten im Township war klar, dass man sich plötzlich in einer ganz anderen Welt befindet – wir waren wirklich die einzigen Weißen weit und breit und entsprechend fühlte man sich natürlich ein bisschen wie auf einem Präsentierteller, aber insgesamt war es alles sehr entspannt und freundlich und mit unseren schwarzen Kollegen an unserer Seite fühlten wir uns auch sicher.

Anschließend ging es auf direktem Weg zu Heinrichs Haus wo wir noch einige Minuten warten musste, da Heinrich durch eine Besprechung auf der Arbeit aufgehalten wurde.
Das Haus war ein typisches südafrikanisches Haus der etwas wohlhabenderen Schicht – ein Pool, vergitterte Fenster, Zäune und mannshohe Mauern um das Grundstück gehören dazu – mit einer sehr netten Braai-Ecke.

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Natürlich hatten wir alle schon Hunger (und natürlich auch Durst) und feuerten deshalb den Grill direkt an, machten ein paar Fotos und freuten uns schon auf das Essen. Auf dem Foto sind Marco und ich mit unserem Kollegen Matome zu sehen:

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Ein Braai unterscheidet sich dann aber doch nur wenig zu deutschem Grillen – das Fleisch ist anders gewürzt, aber im Endeffekt geht es darum satt zu werden und nett beisammen zu sitzen! Und das haben wir getan – bei Bier, Fleisch und „Woers“ (Wurst):

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Nach dem leckeren Essen gab es dann noch ein Dessert dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe

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Am Ende haben wir dann noch deutsches Weizenbier (leider nur dunkles bekommen) an unsere Kollegen verschenkt und ein Erinnerungs-Foto geschossen.
Zu sehen sind (v.l.n.r.): Matome, Marco, Lekoa, ich und Heinrich.

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Insgesamt ein runder Abend – viel geredet, gealbert (vor allem mit Matome) und leckeres Essen gehabt. Ich hoffe sehr, dass man den ein oder anderen irgendwann mal wieder sieht, egal ob in Deutschland oder in Südafrika (oder auch woanders auf der Welt).

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Ps: Spaß hatte ich übrigens nicht nur mit den menschlichen Anwesenden, sondern auch mit den beiden Hunden von Heinrich. Da freu ich mich doch sehr endlich wieder „meine“ deutschen Hunde wiederzusehen.

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Pilanesberg National Park II

Auch am Sonntag (übrigens unser vorletzter Sonntag hier in Johannesburg) ging es direkt mit den Wiederholungen weiter!
Wir wollten zum „Abschluss“ und nach dem Regen noch einmal unser Glück mit den wilden Tieren versuchen und so sind wir zum zweiten Mal in den „Pilanesberg National Park“ gefahren.

Leider hatten wir aber kein großes Glück – so kurvten wir einige Stunden durch den Park, holten uns einen Sonnenbrand (natürlich jeweils nur auf dem Arm den man lässig auf die Tür gelehnt hat) und hielten Ausschau nach doch noch einem Tier.

Ein paar nette Fotos sind aber trotzdem entstanden, vor allem bei Giraffen hatten wir diesmal ausserordentliches Glück, da wir in eine „Herde“ von 10 Giraffen geraten sind die sehr nah an der Straße standen.

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Aber auch noch ein paar andere Tiere sind uns vor die Linse gelaufen, aber wie immer bei Tieren gibt es die jetzt ohne viel Text, sondern nur Bilder zum genießen.

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Tja, und das war es auch schon an zeigenswerten Bildern. Wie ihr seht war die Ausbeute eher mau, aber trotzdem war es wieder schön.
Diese Stille in den National Parks, die Natur und die Tiere… einfach immer wieder atemberaubend.

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Gold Reef City II

Wie bei guten Fernseh-Serien oder Filmen gibt es auch hier in Südafrika Wiederholungen. Letzte Woche haben wir bereits damit begonnen bewährtes Erlebtes zu wiederholen als wir zweiten Mal den „Rosebank Mall Rooftop Flea Market“ besucht haben.

Auch dieses Wochenende haben wir uns weitere Wiederholungen auf den Plan geschrieben! Am Samstag haben wir also nochmal den bereits besuchten Freizeitpark „Gold Reef City“ unsicher gemacht.

Da das Wetter erfreulicherweise nach dem ersten miterlebten Regen in der Woche wieder sehr gut aussah haben wir uns direkt als zweite Attraktion an eine Wildwasserbahn getraut – was ein Fehler!
Klar, darauf, dass wir ein bisschen nass werden hatten wir uns eingestellt – das kannten wir ja auch von Wildwasserbahnen in deutschen Freizeitparks, aber dieses mal war es etwas anders.

Passenderweise verschwand die Sonne dann auch kurz bevor wir einstiegen und zeigte sich auch den restlichen Tag nicht mehr.
Das hielt uns aber trotzdem nicht ab und zusammen mit einem etwas kräftigeren Mann und seiner Tochter stiegen wir also todesmutig in das als Holzstamm getarnte U-Boot – zumindest hatten wir im Nachhinein den Eindruck, dass es sich um ein solches gehandelt haben muss.

Dort ging es hinunter:

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So sah es dann ein paar Sekunden später aus:

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Und so sah ich (und entsprechend Marco) danach aus:

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Nass bis auf die Knochen, die Schuhe und Socken durchnässt – der Tag war also wortwörtlich ins Wasser gefallen.
Ganz so schnell wollten wir dann aber nicht aufgeben, also setzten wir uns erstmal in ein Café und tranken etwas warmes.
Für Marco gab es einen klassischen (oder soll ich sagen langweiligen) Cappuccino und für mich eine mega-geile „Do-it-yourself“-Schokolade: heiße Milch, Schokolade und Marshmallows zum selber mixen.

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Etwas aufgewärmt haben wir uns dann noch in einige der verbliebenen Attraktionen gewagt. Der „Golden Loop“ (s. alter Artikel) hat es mir wirklich angetan – eine geniale Achterbahn! Ein Looping rückwärts ist halt doch nochmal etwas ganz anderes.

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Wirkliches Highlight des Tages war für mich aber der „Tower of Terror“ – eine geniale Achterbahn die auch noch passend in Szene gesetzt wurde indem sie in einen alten (oder neuen, auf alt gemachten) Minenturm gebaut.
In einem kleinen Wagen geht es zuerst einen Aufzug hoch…

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… von dessen oberen Ende es dann natürlich auch direkt wieder runter geht. Und zwar senkrecht!

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Einfach sehr, sehr geil! Das war dann auch die letzte Attraktion… die nassen Füße waren immer noch nicht trocken und wurden immer kälter, also entschieden wir uns für einen geordneten Rückzug und eine anschließende warme Dusche.

Interessant auch die südafrikanischen Verkaufstaktiken – mit dem Ventilator hinter dem Grill verteilt sich der köstliche Geruch noch viel besser – fast hätte es geklappt, aber nur fast…

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Rosebank Mall Rooftop Flea Market & Nelson Mandela Square

Dieses Wochenende hatten wir endlich mal wieder nichts auf der Arbeit zu tun und so konnten wir unsere freie Zeit genießen und ein wenig was unternehmen.
Den Samstag haben wir ganz in Ruhe angehen lassen und erst einmal ein ausgiebiges Frühstück mit einer der besten Erfindungen des 21ten (oder 20ten) Jahrhunderts genossen:

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Ein Omelette-Maker! In Deutschland noch nie gesehen, aber für ein ausgiebiges und entspanntes Frühstück wirklich eine geniale Erfindung.

Gut gesättigt haben wir uns dann irgendwann an die „Arbeit“ gesetzt – wir haben Fotos aussortiert und begonnen ein Fotobuch zu entwerfen. Marco hat schon ganz Recht wenn er sagt, dass man es doch zu leicht vergisst bzw. verdrängt wenn man erst wieder in Deutschland ist.
Und selbst jetzt, ohne riesige zeitliche Distanz zu den Ereignissen, macht es schon wieder Spaß sich all die Bilder nochmal anzusehen!

Für den Sonntag hatten wir zwei Ausflugsziele ins Auge gefasst: den bereits bekannten „Rosebank Mall Flea Market“ und den „Nelson Mandela Square“ im wohlhabenderen Stadtteil Sandton.
Vom „Rosebank Mall Flea Market“ habe ich diesmal keine Fotos gemacht, da ich viel zu sehr damit beschäftigt war ein paar nette Mitbringsel für Deutschland zu finden, aber im Allgemeinen sah es genau so aus wie beim letzten Mal auch, wobei wir diesmal ein bisschen mehr mit einigen Verkäufer ins Gespräch gekommen sind – deutsche Fußballer sind auch hier bekannt, vermutlich kennen die sogar mehr deutsche Spieler als ich selbst.

Mit voll bepackten Taschen ging es dann weiter in Richtung Sandton. Der Unterschied zu anderen Stadtteilen ist wirklich enorm – nicht nur die meisten Autos, sondern auch die Häuser waren deutlich imposanter als anderswo.
Insgesamt war das Erscheinungsbild um einiges „freundlicher“ da einen nicht überall Überwachungskamera, Alarmanlagen und hohe Zäune auffielen und so wagten wir uns „todesmutig“ sogar zu Fuß auf die Straße.
Nach 2 Monaten im Auto, auf gesicherten Parkplätzen und abgesperrten Gebieten ein wirklich befreiendes Gefühl! Das werde ich auf jedenfall genießen, wenn ich wieder zurück in Deutschland bin.
Unser Ziel:

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Zu sehen gibt es da eigentlich nicht sehr viel außer eine riesige Bronze-Statue von Nelson Mandela:

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Aber trotzdem ist der Platz sehr nett gemacht, mit vielen Cafés, Wasser und einer riesigen Mall drumherum – durch die wir dann noch geschlendert sind.
Danach haben wir uns noch in eins der Cafés gesetzt und die Menschen beobachtet, daraus haben wir zwei Erkenntnisse gezogen:
1. Es gibt hier doch einige Deutsche – ob Auswanderer oder auch nur Touristen kann ich aber nicht sagen.
2. Es gibt hier doch einige Leute denen es anscheinend nicht zu peinlich ist mit einem Tablet Fotos zu schießen.

Und schon war auch unser drittletztes Wochenende in Johannesburg schon wieder vorbei…

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Geburtstag in Südafrika!

Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass in letzter Zeit hier auf dem Blog so wenig passiert ist. Das hat zwei einfache Gründe: 1. Erleben wir zur Zeit nicht sehr viel, zum einen weil wir schon sehr viel hier in der Umgebung erlebt haben und uns deshalb nicht mehr sehr viele Sachen zur Auswahl stehen und zum anderen spielt da auch der zweite Grund mit rein 2. Unser wirklich sehr interessantes Projekt auf der Arbeit befindet sich derzeit in seiner heißen Phase, das heißt, dass wir in der Woche arbeiten, aber auch ab und zu am Wochenende ran müssen – danach ist man dann aber meist platt und möchte nicht mehr groß was unternehmen. Wie wohl die meisten Leser (oder zumindest nach den Glückwünschen zu urteilen – viele) mitbekommen haben, hatte ich am Samstag Geburtstag, nicht mein erster Geburtstag im Ausland, aber doch der erste Geburtstag ganz ohne Familie und Freunde (ausgenommen Marco natürlich) und dazu mussten wir auch noch arbeiten – es konnte also eigentlich nur ein schrecklicher Geburtstag werden. Aber weit gefehlt – als ich am morgen in den Frühstücksraum ging erwartete mich dieser geniale Anblick:

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Und dazu sogar noch Geschenke und ein super leckerer Kuchen der euch hoffentlich am PC das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt:

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Auf der Arbeit war es dann furchtbar unspektakulär – zwischendurch haben wir dann auch noch mit den Kollegen ein Stück Kuchen gegessen und uns dann nachmittags wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Dort haben wir dann nur kurz entspannt, einmal schnell unter die Dusche gesprungen und dann ging es auch schon weiter. Wir wollten noch ins Kino. Auf dem Programm stand „Expendables 2“ – wer ihn in Deutschland sehen will muss sich wohl noch bis Mittwoch gedulden. Die Besetzung des Films sollte wohl schon alles über ihn aussagen: Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren und, und, und… Action-Film zu sagen wäre durchaus untertrieben. Geballere, Blut und flache Story, dazwischen noch ein paar Anspielungen und Witze, ansich also eigentlich kein Wunderwerk, wenn man ihn aber nicht ernst nimmt hat er durchaus einen gewissen Unterhaltungswert. Anschließend sind wir dann zum „News Cafe“ gefahren – eine Mischung aus Club, Restaurant und Cocktailbar. Dort haben wir erst etwas gegessen und dann noch den Abend bei einem „Pangalactic gargle blaster“ (s. auch „Per Anhalter durch die Galaxis“) für mich und einem „Safe Sex on the Beach“ für Marco (Fahrer) ausklingen lassen. Tja, so kann ein Geburtstag auch fern ab der Heimat Spaß machen. Hier auch nochmal vielen Dank für alle Gratulanten – hat mich sehr gefreut von euch allen zu hören. Ps: Am Sonntag gab es dann auch nochmal ein richtiges „Geburtstagsessen“ – ein 500g T-Bone Steak nur für mich 😉

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Big Swing Video

Wie versprochen reiche ich das Video von meinem „Big Swing“-Sprung nach.

Marco hat ein kleines Video zusammengezaubert, also viel Spaß beim Gucken:

 

 

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Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 4 (der Letzte)

Aufgrund anhaltender Internetprobleme gibt es diesen Artikel mit etwas Verspätung – aber besser spät als nie 😉

Viel zu schnell waren die letzten Tage des langen Wochenendes vergangen, aber zum Glück hatten wir ja noch einen letzten Tag für den noch ein bisschen Sight-Seeing geplant haben.
Als erstes wollten wir uns den „Blyde River Canyon“ bzw. genauer den Aussichtspunkt „Three Rondavels“ ansehen. Da das Straßennetz um Graskop sehr übersichtlich ist und wir ein Navi mithatten dachten wir uns, dass es kein Problem sein sollte den Weg dorthin zu finden, selbst als dann noch ein Teil unserer eigentlich angedachten Strecke für ein Fahrradrennen gesperrt war.
Aber schon als das Navi auf der Alternativroute plötzlich 75km, anstatt der von uns vorher berechneten 35km anzeigte waren wir etwas verwundert, den Grund suchten wir dann natürlich in der Umgehung des Fahrradrennens und des nicht so dichten Straßennetzes.
Erst als wir dann einige Zeit später auf diese Straße kamen wurde uns das ganze zu suspekt:

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Auf dem Bild kann man es wahrscheinlich nicht so gut erkennen, aber die Straße befand sich in einem miserablen Zustand – riesige Schlaglöcher, abgebrochene Kanten und Krater an den Straßenrändern. Als diese dann auch noch zu einer komplett ungeteerten Straße wurde entschlossen wir uns doch lieber wieder umzudrehen – für ein Touristenziel konnte diese Straße einfach nicht passen.

Also sind wir etwas übel gelaunt die komplette Strecke wieder zurück gefahren, so übel gelaunt, dass ich mich von einer Klippe stürzen wollte!
Na gut, ehrlich gesagt hatte ich den Plan schon viel früher, da ich mich nicht einfach so von einer Klippe stürzen wollte, sondern gut gesichert durch Seile die „Big Swing“ erleben wollte.
Die „Big Swing“ ist eine Art Riesenschaukel in einer kleinen Schlucht direkt bei Graskop. Sie werben mit dem Slogan „Conquer your fear“ und ein bisschen Mut gehört wohl schon dazu. Im Gegensatz zu einem normalen Bungee-Jump lässt man sich hier rückwärts von der Sprungplattform fallen, muss dafür dann aber auch nicht kopfüber springen.

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Also wurde ich gut mit den Seilen gesichert, durfte noch kurz vorher eine Art „Seilbahn“ über die Schlucht fahren, mir wurde alles nochmals genau erklärt und dann ging es auch schon los. Vom Sprung gibt es sogar ein kleines Video das Marco zusammengeschnibbelt hat und das ich später auch noch nachreichen werde – bis dahin gibt es hier nur einen kleinen Vorgeschmack.

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Der Sprung war einfach nur geil – natürlich hat man schon ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn man sich rückwärts an die Kante der Plattform stellen muss, aber spätestens nach dem Absprung hat das Adrenalin das alles weggespült! Ich würde es auf jedenfall wieder tun!
Auch der Weg zurück nach oben aus der Schlucht war etwas abenteuerlich – die Treppen waren nicht unbedingt immer vertrauenserweckend, schräg, wackelnd und fehlende Stufen, aber wer so einen Sprung geschafft hat, schafft das auch noch!

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Oben angekommen durfte ich mir dann noch ein Zertifikat abholen, dass beweist, dass ich es geschafft habe „meine Angst zu überwinden“.

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Zur „Feier“ des Tages stellte mir der Mann der mir das Zertifikat überreichte dann noch einen Kurzen hin, da darf man in so einer Situation natürlich nicht nein sagen – etwas seltsam schmeckte er aber doch, dann kam auch schon die aufklärende Frage „You like chilis, right?“ und der Blick auf die unterm Tresen hervorgeholte Flasche:

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Ja, der Chili-Vodka hatte durchaus einen ordentlichen Nachbrenner… ich glaub da hab ich noch ’ne halbe Stunde später von geschwitzt!

Anschließend haben wir uns noch zu „Harrie’s Pancakes“ begeben. Der Laden taucht in so gut wie jedem Reiseführer auf und lockt wahre Touristenströme aus allen Richtungen an – den mussten wir also auch testen.
Für mich gab es einen Pancake mit Banane, Zimt und Zucker, Eis und Karamellsoße und der hat wirklich sehr gut geschmeckt.
So gut, dass ich fast vergessen hätte ein Foto zu schießen!

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Danach war der Tag dann auch schon so gut gelaufen – wir hatten ja noch einiges an Strecke vor uns.
Und bis auf das etwas stürmische Wetter, viele Drängler auf der Autobahn und die immer weiter fallenden Temperaturen in Richtung Johannesburg gibt es über die Rückfahrt auch nichts zu berichten. So sollte ein schönes Wochenende doch enden – ohne große Vorkommnisse.

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Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 3

Da wir vor allem für den Kruger Nationalpark am Wochenende unterwegs waren sind wir natürlich auch am Samstag in eben jenen gefahren.
Sind wir am Freitag noch durch das Phabeni-Gate in den Park gelangt, wollten wir heute unser Glück am etwas südlicher gelegenen Numbi-Gate versuchen.
Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch eine kleine Stadt in der scheinbar irgend etwas gefeiert wurde, solch beladenen Autos waren allgegenwärtig:

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Zum Mitfeiern hatten wir aber keine Zeit, immerhin warteten die wilden Tiere auf uns! Am Gate hingegen wartete schon eine beachtliche Auto-Schlange auf uns, das verzögerte unsere Einfahrt in den Kruger um mindestens eine Stunde.
Interessanterweise wurde das Numbi-Gate letztes Jahr zum besten Gate im Kruger gewählt – wie die das geschafft haben blieb uns schleierhaft, immerhin mussten wir am Phabeni keine Viertelstunde warten, da dort alles absolut reibungslos und schnell klappte. Schlussendlich sind wir dann aber doch noch reingekommen und froh wieder auf die „Jagd“ zu gehen.

Aber leider ging es erstmal so weiter wie am Gate – es passierte eine ganze Weile nichts, bis wir dann endlich eine Giraffe fanden, die sich natürlich geschickt versteckte.

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Aber irgendwann wurde es dann auch wieder ein bisschen spannender – zwar nicht unbedingt tierischer Natur, aber trotzdem gut.
Wie zum Beispiel dieses offensichtlich notgelandete Flugzeug, dass unter vollem Körpereinsatz auf einen Trailer befördert wurde.

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Oder auch die zwei bewaffneten Ranger die uns zu Fuß entgegenkamen und anscheinend die Tiere vor Wilderern beschützen sollten, aber Marco am Steuer erstmal einen Schrecken einjagten – von denen gibt es aber leider kein Bild.

Irgendwann hatten wir dann aber auch wieder einige Begegnungen der tierischen Art, auch wenn das am Samstag weitaus seltener passierte als noch am Tag zuvor. Trotzdem sind auch hier wieder ein paar nette Erinnerungen und Bilder entstanden, die ich diesmal aber nur minimalst kommentiere:
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Highlight des Tages war dann dieser Elefant der augenscheinlich nicht ganz so erfreut war uns zu sehen, wie wir waren ihn zu sehen. Kurzerhand nahm er dann die Verfolgung unseres Autos auf – der Rückwärtsgang rettete uns aber auch aus dieser Situation und der Elefant entschied sich lieber dafür am Wegesrand ein paar Blätter zu fressen.

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Auch wenn wir wieder keinen Löwen zu Gesicht bekommen haben war es ein toller Tag – das Wetter spielte sogar so gut mit, dass ich mir einen leichten Sonnenbrand einhandelte.
Den Abend ließen wir in gewohnter Weise im Restaurant ausklingen, planten bei Hamburger und echtem „Cord’on Bleu“ den nächsten Tag und ließen den vergangenen Tag Revue passieren.
Und dann wartete auch schon wieder das Bett auf uns – wenn man so viel erlebt vergehen die Tage wirklich wie im Flug, die Hälfte unserer 3 Monate ist nun schon so gut wie um.

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Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 2

Für den zweiten Tag hatte wir uns nur eins vorgenommen: in den Kruger Nationalpark fahren, den Tag genießen und möglichst viele Tiere sehen. Und genau das haben wir auch gemacht.
Der Krüger ist mit fast 20.000 km² der größte Nationalpark Afrikas und hat damit fast die Ausmaße von Wales! Entsprechend konnten wir nur einen sehr geringen Teil des gesamten Areals besuchen, aber trotzdem haben wir die verschiedensten Landschafts-Typen und Tiere gesehen – es war einfach großartig und ich rate wirklich jedem der die Chance hat den Kruger zu sehen es auch zu tun!
Zum Glück hatten wir auch riesiges Glück mit dem Wetter, während im restlichen Land das Wetter eher schlecht war hatten wir den ganzen Tag über strahlenden Sonnenschein und weit über 20°C.
Ganz so viel Glück hatten wir mit den Löwen leider nicht, davon haben wir leider keinen gesehen, bzw. nur ein kleines Rudel weit ab von der Straße, sodass man nicht wirklich unterscheiden konnte ob es sich wirklich um Löwen handelte. Als kleine Entschädigung hatten wir dafür aber viel Glück mit Elefanten – so viel, dass sogar einer nur wenige Meter vor unserem Auto die Straße überquerte.

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Auch der Rest der Herde hatte sich nicht weit entfernt an einem kleinen Wasserloch zusammengefunden – die machen schon interessante Schlürf-Geräusche beim Trinken.

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Aber natürlich haben wir nicht nur Elefanten gesehen, sondern auch Rhinos waren am Wegesrand zu finden.

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Und Affen (gleich zwei Arten):

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Und für den krassen Reim auch noch Giraffen:

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Lustige Vögel:

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Und noch viele andere tolle Tiere! Aber natürlich geht auch der schönste Tag einmal zu Ende und so haben wir uns am Abend wieder im Restaurant der Summit Lodge eingefunden. Und da wir beide großen Hunger hatten nach diesem tollen Tag gab es für uns beide die „Mansize Spare Ribs“

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Aus denen wir dann aber schnellstmöglich „Mansize Knochenhaufen“ gemacht haben!

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Und schon wieder war ein schöner Tag zu Ende… aber noch haben wir ja ein paar Tage vor uns.

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Trip zum Kruger Nationalpark – Tag 1

Am Donnerstag war in Südafrika „Nationaler Frauentag“ an dem der Frauen-Protestbewegung während der Apartheidt gedacht wird – für uns die perfekte Gelegenheit ein verlängertes Wochenende einzuschieben und einen Trip zum Kruger Nationalpark zu unternehmen.

Natürlich wollten wir keine Zeit verschwenden, also hieß es früh morgens aus dem Bett gefallen, kurz über das von unserer „Gastmutter“, die das lange Wochenende auch für einen Camping-Trip nutzte, vorbereitete Frühstück hergefallen und dann auf den Fahrersitz geschwungen und die ca. 400km lange Fahrt in Angriff genommen.

Unser erstes Ziel war die Summit Lodge in Graskop, einem kleinen Ort direkt an der Panorame Route. Von dort ist sowohl das Blyde River Canyon Naturreservat mit seinen Sehenswürdigkeiten als auch der Kruger Nationalpark sehr gut zu erreichen und eine weitere Besonderheit hat das kleine Örtchen auch noch zu bieten, dazu aber mehr im Teil 4.
Die Panorama Route macht ihrem Namen alle Ehre, der Ausblick der sich aus der Seitenscheibe bot war teilweise einfach atemberaubend und ist in Fotos kaum festzuhalten – versucht haben wir es natürlich trotzdem:

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In Graskop angekommen haben wollten wir nur schnell in unsere Unterkunft einchecken und dann direkt weiter zum Sight-Seeing.
Gebucht hatten wir übrigens ein so genannten Rondavel – eine Nachbildung der traditionellen, runden Hütten der Einheimischen und bis auf die sehr spärliche Ausstattung (keine Heizung) und das grausige Bad ist das auch eine nette Idee. Für die drei Nächte war es trotzdem in Ordnung.

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Da wir für den Kruger Nationalpark zwei ganze Tage eingeplant haben stand für diesen ersten, angebrochenen Tag die nähere Umgebung mit ihren natürlichen Attraktionen auf dem Plan. Also fuhren wir einen Teil unserer Strecke zurück um zu den „Mac-Mac Falls“ zu gelangen.
Dort angekommen ging es zu Fuß weiter vom Parkplatz zu einer Aussichtsplattform von der ich zum ersten Mal in meinem Leben einen so hohen Wasserfall sah.
Leider war das Erlebnis etwas durch den etwa 2 Meter hohen Zaun getrübt – eine Kompaktkamera passt aber glücklicherweise durch so einen Zaun durch, weshalb ihr heute das ganze ohne Zaun und in Farbe genießen dürft.

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So imposant so ein Wasserfall auch ist, einen ganzen Tag beschäftigt er einen nicht, also ging es geradewegs weiter – unser nächstes Ziel: „The Pinnacle“.
„The Pinnacle“ ist eine freistehende Granitsäule am Rande des Übergangs vom Highveld zum Lowveld, wo sich durch Plattenbewegungen das Land innerhalb weniger Meter um bis zu 700m absenkt.
Hier hat Marco übrigens auch dieses überaus coole 360°-Panoramabild gemacht: Panorama-Bild
Aber natürlich gibt es auch ganz „normale“ Fotos:

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Auch hier gilt wieder: imposant, aber weder zeitfüllend noch viel drüber zu berichten, also schnell weiter zum nur wenige Kilometer entfernten „God’s Window“.
Von hieraus hat man ebenfalls einen Ausblick auf das Lowveld, bei gutem Wetter wirklich über den Horizont hinaus.
Wird in vielen Reiseführern „God’s Window“ als Must-See angepriesen möchte ich dem widersprechen und lieber zum „Pinnacle“ raten, da es meiner Meinung nach den interessanteren Ausblick bietet, aber durch die Nähe zueinander sollte man sich am besten beides angucken.

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Ebenfalls in Reichweite lagen die „Lisbon Falls“ – unsere zweiten Wasserfälle an dem Tag, aber auf keinen Fall die Zweitplatzierten! Schon das Fehlen eines hohen Zauns machte diese Wasserfälle um einiges interessanter, aber auch die Umgebung machte etwas mehr her als bei den „Mac-Mac Falls“.
Der ideale Standort also um selbst mal wieder mit aufs Bild zu huschen:

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Aber auch damit war der Tag noch nicht erschlagen, eine Sache, die „Bourke’s Luck Potholes“ standen noch auf unserer Tagesliste, also nochmal ins Auto geschwungen und die letzten Kilometer (bis auf die Strecke zurück zur Lodge) für diesen Tag heruntergerissen.
Die „Bourke’s Luck Potholes“ sind eigentlich nur ein paar Löcher in einem Canyon die durch Auswaschung und sich in Strudeln bewegende Steine entstanden sind. Benannt sind sie übrigens nach dem Goldsucher Tom Bourke, der in diesem Canyon geringe Mengen Gold gefunden hat und daraufhin das Land gekauft hat, später stellte sich allerdings raus, dass die Goldader selbst ein Stück flussaufwärts lag und damit leider außerhalb seines Claims.
Auch wenn er also kein Gold gefunden hat, die Potholes sind trotzdem einen Blick wert, da sie sehr interessant und unnatürlich aussehen.

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Anschließend machten wir uns auf den Weg zu unserer Lodge, wo wir uns noch schnell im Restaurant den Magen vollschlugen und dann auch irgendwann ins Bett gingen.
Für mich gab es übrigens eine Art „Cord’on Bleu“ nur zur Abwechslung nicht mit Käse und Schinken gefüllt, sondern mit Muscheln und Feta-Käse.

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Durchaus eine interessante Mischung und das was die Lodge mit unserem Rondavel „versaut“ hat, hat sie zumindest mit dem Essen wieder etwas rausgeholt – wäre da nicht der typisch südafrikanische, schlechte Service – aber auch das ist ein Thema für einen meiner nächsten Blog-Einträge.

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